Die Nennung ist geschlossen und die steirische Mannschaftsmeisterschaft für 2021/22 ist ausgelost. Statt 174 Mannschaften 2019/20 vor der Corona-Pandemie wurden heuer nur 151 Mannschaften von den Vereinen angemeldet. Traurig: Die Damenliga findet zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren nicht statt. Zum Titelbild: Thomas Strommer (von Ligist) und Tobias Siwetz (von Landskron) konnten von Feldkirchen nach einigen Jahren als Leihspieler fix verpflichtet werden. 

Es war die große Unbekannte nach der langen Pause und jetzt herrscht – vorläufig – Gewissheit: Die Nennung für die steirische Mannschaftsmeisterschaft 2021/22 ist abgeschlossen und die Vereine haben ihre Teams bekannt gegeben. Beim TTC Feldkirchen war alles beim alten geblieben: Acht Herren-Mannschaften von der 1. Bundesliga bis zur 1. Klasse Südwest wurden genannt und ein Damenteam für die steirische Damenliga. Doch nach der Nennung ereilte uns die Info des steirischen Verbandes: die Damenliga kann heuer nicht stattfinden, denn neben der Feldkirchner Nennung gab es nur zwei Teams von Unzmarkt, andere Vereine (mehr als 50) haben auch nach Rückfrage durch den Verband kein Team gestellt. Eine sehr traurige Geschichte, denn eine Damenliga zustande zu bringen, war bisher in den vergangenen 50 Jahren immer gelungen. Der TTC Feldkirchen wird nach Rücksprache mit der Verbandsleitung eine Alternative vorschlagen, die sich an der Reform des Nachwuchs-Breitensports vor drei Jahren orientiert: Statt der Mannschaftsmeisterschaften Unterstufe Süd, Schüler Süd oder Jugend Süd wurde die Nachwuchsliga installiert. Vorteil: Man muss sich nicht für eine ganze Saison verpflichten, sondern kann sich pro Durchgang (zwei im Herbst und zwei im Frühjahr) anmelden und alle Spieler (in diesem Fall Spielerinnen) spielen gegen gleichwertige Gegner*innen aufgrund der RC-Punkte. Damit fällt das Hemmnis „Die Gegnerinnen sind ja viel zu stark“ weg und wenn man einmal nicht kann, ist niemand böse, weil man den Verein hängen gelassen hätte.

Doch auch bei den Herren ist nicht alles so, wie es bis zum Jahr 2019 gewesen war: Anstelle der damals 174 Mannschaften in allen Ligen der steirischen Meisterschaft, wurden für die kommende Saison nur 151 Teams genannt. Die Unsicherheit ist also noch groß, viele Vereine können nicht auf das gleiche Spielerpotenzial wie vor Corona zurückgreifen. Das betrifft auch den TTC Feldkirchen, doch dank großer Kader und einiger Umschichtungen werden wir wie in den vergangenen Saisonen mit acht Herrenteams an den Start gehen. Beginnend mit der 1. Bundesliga – unteres Play-off – mit Gregor Zafostnik, Tobias Scherer und Tobias Siwetz. Letzterer ist jetzt fix Feldkirchenspieler, nachdem er die beiden vergangenen Jahre von seinem Stammverein Askö Landskron an uns ausgeliehen war. Danke an Landskron für die gute Zusammenarbeit bei dem Transfer! Bei FKI 2 (Landesliga; Tripolt/Klemm/Brandstätter), FKI3 (Oberliga, Schwarz/Sidak/Zenz/Hiden), FKI4 (Unterliga; R. Heigl, Temmer, Stefanetti) und FKI5 (Gebietsliga Graz; Kunz, Vretscha, G. Heigl, Strommer) bleibt spielermäßig alles beim Alten! Bei FKI5 ist Thomas Strommer nach drei Jahren als Leihspieler jetzt fixer Feldkirchenspieler – danke an die Union Ligist!

Feldkirchen 6 in der Gebietsliga Südwest musste hingegen komplett umgebaut werden: Christoph Zirngast und Jonas Grafeneder (neuer Kapitän) werden den neuen Stamm bilden, Hans Peter Kopp, Thomas Tropper und weitere Spieler werden für die Ergänzung sorgen. Der bisherige Topspieler dieses Teams, Sebastian Nowak, wird hoffentlich zumindest fallweise zur Verfügung stehen. FKI7 in der 1. Klasse Graz kann ebenfalls auf die Routiniers der vorigen Jahre zählen (Flock, Burschet, Mosettig, Pracher), FKI8 (1. Klasse Südwest) wird durch die Rückkehrer Jürgen Neuhold (nach zwei Jahren Pause) und Stefan Vodica (nach zehn Jahren Pause) sowie Neuzugang Andreas Hölbling (aus dem Grazer Racketlon-Kader, hat in der Jugend ebenfalls bei Askö Landskron gespielt) bestückt.

Andreas Hölbling ist einer der besten steirischen Racketlonspieler und verstärkt Feldkirchen jetzt im Tischtennis (Foto: RFA)

Welche Ziele setzt sich der Verein in der aktuellen Saison? Antwort: keine. „Natürlich wäre es schön, nach zwei abgebrochenen Meisterschaften wieder eine halbwegs normale Spielzeit zu erleben. Aber wir wissen es nicht. Und daher ist unser Ziel, alle acht Herren-Mannschaften, inklusive der Damen, die bei den Herren mitspielen, in jeder Runde mit drei Akteuren an den Start zu bringen“, sagt Raimund Heigl, sportlicher Leiter des TTC Feldkirchen. Groß ist natürlich auch die Hoffnung, dass auch die Jugendlichen wieder eine Meisterschaft bestreiten dürfen.