Vincent Gomez-Casado und Marat Musiev in der U11 sowie Daniel Kürzl und Paul Goldgruber in der U13 holten Silbermedaillen für den TTC Feldkirchen bei den steirischen Team-Meisterschaften in Kapfenberg.
An diesem Wochenende wurden die steirischen Mannschafts-Meisterschaften aller Altersklassen (U11, U13, U15, U17 und U19) in Kapfenberg ausgetragen.
Unsere Jüngsten haben dabei zugeschlagen! Marat Musiev (9 Jahre) und Vincent Gomez-Casado (8 Jahre) holten Silber in der U11 hinter Indigo Graz und vor Fürstenfeld. Fast alle Spieler der anderen Vereine waren bereits in ihrem letzten U11-Jahr, Marat hat noch ein weiteres, Vincent sogar noch zwei Jahre! Wer nächstes Jahr Favorit sein wird, dürfte also klar sein… Wir freuen uns auf die nächsten Durchgänge mit diesen Spielern, denen man die Freude am Sport einfach ansieht. Und für die Zukunft des Vereins ist mit solchen Talenten mit Sicherheit auch gesorgt!
„Marat hat alles, was ein Topspieler mitbringen muss. Gute Beinarbeit, die Bereitschaft, seine Schläge und seine Technik zu verbessern und vor allem den Kampfgeist, in keiner Situation eines Matches aufzugeben. Vincent ist noch ein Jahr jünger und daher manchmal noch sehr verspielt und nicht so konsequent im Training. Doch sein Spielverständnis und sein Gefühl sind außergewöhnlich für sein Alter und jetzt muss er nur noch lernen, dass ihm die weiteren Verbesserungen nicht zufliegen werden, sondern dass er aktiv dafür arbeiten muss. Doch ich bin sehr zuversichtlich, dass ihm das unter unserer Anleitung gelingen wird“, sagt Feldkirchen-Cheftrainer Raimund Heigl.
Das U13-Team legt mit Silber nach
Am Sonntag war dann unser U13-Team mit Daniel Kürzl und Paul Goldgruber im Einsatz. Und tat es ergebnistechnisch den jüngeren Vereinskollegen vom Vortag gleich: Silber in der U13! Die Gruppenphase war nichts für schwache Nerven. Nach einem klaren 3:0-Sieg gegen Indigo 2 musste unser Team gegen den Gruppenfavoriten Bruck ran. Das Doppel konnten wir für uns entscheiden, in den ersten beiden Einzeln ging es nach der Papierform: Daniel verlor gegen die Nr. 1 der Brucker Oliver Kletzenbauer, während Pauli gegen deren Nr. 2 Marcel Pichler gewann. Es musste also die zweite Serie der Einzel entscheiden. Die Partie von Daniel gegen Marcel war schneller zu Ende – leider mit dem besseren Ende für den Brucker. Doch das Spiel von Paul zählte vorher, mit einem Sieg konnte er unser Team noch in das Finale bringen. Beim Spielstand von 1:2 in den Sätzen und 8:10 im vierten Durchgang sah es aber alles andere als gut aus. Doch Pauli wehrte beide Matchbälle ab und im Nachspiel noch einen weiteren und rettete sich in den fünften Satz, den er dann mit seinem zweiten eigenen Matchball beenden konnte.
Damit stand unser Team im Finale. Dort war gegen den haushohen Favoriten Leoben nicht viel zu holen, der Spielverlauf lässt aber für die Zukunft viel erhoffen. Im Doppel wurde ein Satz gewonnen und in einem weiteren vergab unser Duo nicht weniger als sieben Satzbälle, ehe es doch noch verlor. Auch im Duell der beiden Topspieler Hufnagl und Goldgruber war der Leistungsunterschied deutlich geringer als der Punkteabstand. Pauli kam in jedem Satz auf mindestens sieben Punkte, obwohl sein Gegner mehr als doppelt so viele Punkte aufweist und vor allem die Art und Weise der Spielanlage lässt seinen Trainer hoffen. „Pauli sagt von sich: ,Ich bin Angriffsspieler!´ Manchmal ist sein aggressiver Spielstil für uns als Trainer anstrengend, denn mit etwas mehr Kontrolle würde er vielleicht aktuell schon mehr gewinnen. Aber für die Zukunft ist es der richtige Weg, immer selbst zu bestimmen, was passiert. Wenn irgendwann die Punktequote höher ist als die Fehlerquote, dann werden wir die Ernte einfahren. Dass Pauli auch gegen einen Spieler, der mehr als doppelt so viele Punkte hat wie er selbst, dauernd jener Spieler war, der bestimmt, was passiert und mit dem Tempo seines Gegners überhaupt keine Probleme hatte, stimmt mich sehr zuversichtlich“, sagt TTC-Feldkirchen-Trainer Raimund Heigl.
Und der zweite Spieler dieses Teams verdient ohnehin die höchsten Lorbeeren! Daniel Kürzl hat vor eineinhalb Jahren zwei Durchgänge für den USV Indigo Graz gespielt und dabei kein einziges Match gewonnen. Er ist Racketlonspieler (Kombination aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis) und nahm seit dem Frühjahr ein Mal pro Woche am Tischtennistraining seines Racketlonvereins VFR Graz teil. Im Sommer erfolgte dann die Ummeldung zum TTC Feldkirchen. Seinen ersten Durchgang in der Nachwuchsliga Süd (Gruppe 7) gewann er auf Anhieb, die steirischen Meisterschaften waren also im Prinzip sein zweites Tischtennisturnier auf diesem Niveau. Und wie er mit seiner sicheren Spielanlage mit grandiosem Defensivspiel die Gegner zur Verzweiflung brachte, rang auch den Trainern der anderen Vereine Respekt ab.




