Zum ersten Mal wurde im steirischen Tischtennis ein reines Damenturnier ausgetragen. Bei unserer Ladies-Trophy in Feldkirchen gab es aber weitere Premieren: Acht Spielerinnen gaben ihr Meisterschaftsdebüt, für die beiden Vereine „The Spin“ und „motus Graz“ war es überhaupt das allererste Antreten bei einem Wettkampf. 

Die Idee des TTC Feldkirchen war, ein eigenes Turnier für Damen zu organisieren, um ihnen die Angst vor einem Wettkampf zu nehmen und einfach einen guten Tag mit Sport zu erleben. „Unser Hauptbewerb war an diesem Tag jener der Einsteigerinnen. Mit acht Damen, die noch nie Meisterschaft gespielt haben, und sieben weiteren, die zu wenig Spiele hatten, um die Ranglistenwertung zu kommen, haben wir 15 Spielerinnen mobilisiert, die nicht regelmäßig gespielt haben“, sagt Gertraud Heigl, Co-Organisatorin des Turniers. Unser Verein Feldkirchen und Münzgraben mit vier Damen sowie Wörschach mit drei hatten die größten Abordnungen.

In vier Gruppen (zwei Vierer und zwei Fünfergruppen wurde gestartet, danach gab es noch einen A- und B-Bewerb. Jede Spielerin hatte also mindestens vier und maximal sieben Spiele. Franziska Schwaiger-Remschmidt, Sabrina Köchl (beide Wörschach), Karin Megla (Münzgraben) und Silvia Frühwirth (Feldkirchen) gewannen ihre Gruppen ohne Niederlage. Im unteren Bewerb schafften es Anneliese Lackner-Potisk (St. Stefan), Magdalena Wagner (Feldkirchen), Doris Friesenbichler (Kapfenberg) und Christiane Muhrer (Gratwein) in das Semifinale. Lackner-Potisk und Friesenbichler schafften es relativ klar ins Finale, wo sich die Südsteirerin mit 3:1 behaupten konnte. Die beiden neunjährigen Jana Brunner (Bruck) und Antonia Hild (Motus) zeigten sportlich auf und sind natürlich ein Versprechen für die Zukunft. Neben Hild für motus und Anita Knappe für The Spin gaben die Wettkampfpremiere für ihre beiden Vereine.

Im A-Bewerb gab es im Viertelfinale zwei Überraschungen, denn die Gruppensiegerinnen Karin Megla und Sabrina Köchl schieden aus. Im Habfinale setzte sich Franziska Schwaiger-Remschmidt gegen Silvia Frühwirth durch, Karin Fuchs bezwang Christa Schwaiger. Das Endspiel war eine klare Sache für die junge Wörschacherin Franziska Schwaiger-Remschmidt, die während des gesamten Turniers ungeschlagen blieb.

Bettina Ladinik siegt im oberen Bewerb

Im Bewerb 2 (über 500 Punkte) gab es extrem viele enge Duelle. Im Kampf um Platz drei gab es ein Dreierradl zwischen Rosi Lechner (Hartberg), Milica Jovanovic (Münzgraben) und Sara Hunjak (Lannach) spielten jeweils 3:3, nur ein Satz entschied letztlich zu Gunsten von Lechner. Auch Sarah Salchenegger (UTTV Graz) hatte ein gutes Finish, hätte sie ihre Tante Lechner im letzten Spiel geschlagen, wäre alles ganz anders gekommen. Im allerletzten Gruppenspiel gab es ein echtes Finale zwiscchen Bettina Ladinik (Kapfenberg) und der rotunierten Wienerin Cornelia Astleitner-Kaiser (70 plus), die für BBRZ Linz spielt. Nach verlorenem ersten Satz bekam Bettina Tipps von ihrem Sohn, Bundesligaspieler Michael Galitschitsch und schwuppdiwupp schnappte sich den Sieg.

Die Bemühungen, mehr in den Breitensport zu investieren, eine Community aufzubauen, die sich gerne und regelmäßig trifft und auf weitere Wettkämpfe freut, scheint aufzugehen. Die nächste Ladies-Trophy ist für Jänner geplant, dann möglicherweise auch mit einem Bewerb bis 1500 Punkte und einem Doppelbewerb. „Da unsere Halle dafür wahrscheinlich zu klein ist oder der Ablauf extrem lange dauern würde, wäre es cool, wenn sich andere Austragungsorte wie The Spin oder Gratwein finden würden. Die Organisation und Turnierleitung könnten wir übernehmen“, sagt Feldkirchen-Obmann Raimund Heigl.

Die Fotos von Franz Taucher gibt es auf der Facebookseite des steirischen Tischtennisverbandes oder über den Flickr-Account.