Ein rein Feldkirchner Finale im Herren-Einzel-A-Bewerb, der Sieg von Valentin Huber im Gästebewerb am Freitag und der gemeinsame Doppeltitel von Huber/Scherer im Doppel lassen keinen Zweifel daran, dass wir aktuell auch national ein Wörtchen mitreden können.
Trotz der starken Konkurrenz aus den angrenzenden Alpe-Adria-Ländern Slowenien und Italien, starken Kärntnern und zahlreichen Spielern aus anderen Bundesländern und Nationen war die Völkermarkter Alpe-Adria-Trophy heuer fest in steirischer Hand. Schon am Freitag setzte sich Feldkirchenspieler Valentin Huber im Bewerb „Gäste“ (spielberechtigt sind alle Spieler, die nicht in der Kärntner Meisterschaft spielen) durch. Im Endspiel setzte er sich gegen den starken italienischen Materialspieler Claudio Sassi (ASD TT Montichiari) durch, der zuvor unter anderen Edgar Walter (Don Bosco Graz) eliminiert hatte.
Am Samstag folgten die Hauptbewerbe in fünf verschiedenen Punktekategorien sowie das Doppel, dazu Schüler und Jugend. Los ging es am Vormittag mit dem Doppel, wo sich die beiden steirischen Bundesliga-Duos Michael Galitschitsch/Nikita Ruzin (KSV) und Tobias Scherer/Valentin Huber (Feldkirchen) gegen die ausländische Konkurrenz durchsetzte und im Halbfinale aufeinander traf. Das etwas routinierte Feldkirchner Team setzte sich durch und traf im Endspiel auf die beiden in Italien lebende Rumänen Bobkov/Skyba. Auch hier siegten die Feldkirchner recht sicher.
Im offenen A-Bewerb gab es heiße Duelle zwischen den Vertretern der verschiedenen Nationen. Auffällig war, dass sehr viele der teilnehmenden Italiener mit Noppenbelägen agierten und dass der Anti-Topspin-Belag offenbar eine Rennaicance erlebt – das ist wohl der „Sabine-Winter-Effekt“. Im Viertelfinale trafen Michael Galitschitsch und Valentin Huber aufeinander. Bei 2:0 in Sätzen, 7:5 und eigenem Aufschlag sah „Gali“ schon wie der sichere Sieger aus. Doch „Vali“ kämpfte sich zurück und gewann im fünften Durchgang etwas glücklich mit 11:9. Im Halbfinale ließ er einen 3:1-Erfolg über den überraschend starken Kärntner Landesligaspieler Johannes Siebenhofer (der übrigens in Kapfenberg angefangen hat) durch. Auf der anderen Seite des Tableaus setzte sich der topgesetzte Tobias Scherer im Viertelfinale gegen den Salzburger Bundesligaspieler Matti Matschitsch überraschend klar durch. Vor allem deshalb überraschend, weil Tobi erst am Donnerstag von seiner vierwöchigen Hochzeitsreise zurückgekehrt war und am Freitag nur eine Stunde locker trainierte, während Matschitsch natürlich voll im Training steht.

Hochkonzentriert: Tobias Scherer. (Foto: Franz Taucher)
Im Halbfinale ließ Tobias Scherer einen Sieg gegen den jungen italienischen Materialspieler Tommaso Bruni (GSD Rangers San Rocco TT) folgen, ehe es im Finale zum Vereinsduell mit Valentin Huber kam. Scherer ging zwei Mal in Führung, doch Huber schaffte jeweils den Satzausgleich. Vor dem fünften Satz meinte Tobias zu Deutschlandsberg-Obmann Horst Brauchart „Jetzt muss ich die Annahme etwas aggressiver anlegen“, wenig später stand es 9:0 für ihn. Mit 11:2 holte er sich Satz, Sieg und Titel! „Das Turnier hat seinen Zweck für mich voll erfüllt. Am Vormittag im Doppel war ich noch recht unsicher, doch mit der Zeit habe ich immer besser hineingefunden. Jetzt freue ich mich auf die Vorbereitung mit meiner Mannschaft, aber auch mit den anderen steirischen Bundesligaspielern aus Kapfenberg oder Gratwein“, bilanzierte Scherer.

Dynamisch: Valentin Huber zeigte in Völkermarkt seine enormen Verbesserungen (Foto: Franz Taucher)
„Valentin hat mit seinem Sieg am Freitag, der bärenstarken Leistung im Doppel und dem Einzug ins Finale gezeigt, dass seine intensive Trainingsarbeit Früchte zeigt. Das freut mich ungemein für ihn! Er hat jetzt den Anschluss an die Bundesligaspieler geschafft, was er ohnehin schon bei den österreichischen Meisterschaften der Altersklassen im Frühjahr mit vielen Siegen über Bundesligaspieler bewiesen hat. Und ganz viele Beobachter sind sich sicher: Da geht noch viel mehr! Was Tobi auch mit wenig Training leisten kann, ist einfach nur außergewöhnlich. Wir können uns jetzt schon auf die Bundesligasaison freuen, denn mit den zwei aufstrebenden Jungen Valentin und Bela Csomor und den routinierten Kräften Scherer und Siwetz haben wir ein Team, das nur sehr schwer zu biegen ist“, bilanziert Feldkirchen-Obmann Raimund Heigl.




