Marat Musiev und Marian Kouba mit super Leistungen in der Gruppe 4 sowie weitere Podestplätze für Manuel Mausser, Daniel Kürzl und Paul Goldgruber – das waren die Feldkirchner Highlights des ersten Durchgangs der Nachwuchsliga Süd, der bei uns in Feldkirchen ausgetragen wurde.

Großartige Stimmung herrschte beim Nachwuchsdurchgang in Feldkirchen, der in zwei Teilen – drei Gruppen am Vormittag und vier am Nachmittag – ausgetragen wurde. Im Mittelpunkt die eigenen Nachwuchsspieler. Gleich drei davon traten in der Gruppe 4 an: Marat Musiev, Marian Kouba und Vincent Gomez-Casado. Sie lieferten sich packende interne Duelle, kämpften aber auch gegen die Vertreter der anderen Vereine super mit. Nachdem Marian sich im Duell mit Marat in fünf Sätzen durchgesetzt hatte, fiel Marat in ein kurzes mentales Loch, doch Trainer und Mama schafften es nach 0:2-Satzrückstand gegen Lieselotte Sorko (ATSE), ihn wieder aufzurichten. Er drehte die Partie noch um und schaffte das gleiche Kunststück später auch noch gegen den bis dahin ungeschlagenen Motus-Spieler Vincent Yazdani. Mit begeisternden Angriffen sorgte der 10-Jährige gegen den vier Jahre älteren und mehr als 30 Zentimeter größeren Gegner für tolle Stimmung unter den Feldkirchner Anhängern und brachte sogar die Betreuer der anderen Vereine dazu, zu applaudieren.

Ähnlich begeisternd agierten auch unsere Spieler Tobias Kriegl und Daniel Kürzl in der Gruppe 3, wobei Daniel es sogar auf diesem Level nach erst einem Jahr Wettkampftischtennis bereits auf das Podest schaffte. Tobias hat überhaupt erst im Frühjahr seine ersten beiden Meisterschaftsdurchgänge gespielt und wurde diesmal Fünfter in der dritthöchsten Gruppe. In der Zweier-Gruppe sorgte Paul Goldgruber für den Schreckmoment des Tages: Im Match gegen den späteren Gruppensieger Malik Asker rasierte er mit seinem Daumen bei einem Topspin die Tischkante und das Ergebnis war ein Gelenk, das ungefähr drei Mal so groß war wie normal. Mit prompter Kühlung und weiterer Behandlung konnte die Schwellung innerhalb einiger Minuten reduziert werden und Pauli spielte tatsächlich weiter. Danke an dieser Stelle auch an Malik, dass er die doch längere Pause mitgemacht hat und sich danach dem Wettstreit mit Pauli weiterhin gestellt hat. Dieser gewann sogar noch einen Satz, ehe sich Malik im fünften Durchgang durchsetzen konnte. Es war eine der Szenen, die zeigten, dass die steirischen Spieler derzeit an einem Strang ziehen: Sie wollen natürlich jeder für sich die beste Leistung erzielen, respektieren aber immer den anderen und vertreten unser Bundesland gemeinsam bei den nationalen Wettbewerben. In der Topgruppe 1 feierte Lukas Pucher nach einer kurzen Wettkampfpause ein gutes Comeback. er bezwang seinen Lieblingsgegner Simon Lanzenberger und auch Nicolas Bschaiden und hatte auch gegen die drei Spieler auf dem Podest – Zechmann, Siebenhofer und Kogler – gute Momente. Am Vormittag war mit Manuel Mausser noch ein weiterer Feldkirchenspieler aktiv und er konnte sich in der Gruppe 2b – insgesamt also die Gruppe 6 – den zweiten Platz sichern.

Für Feldkirchen war es ein rundum sehr gelungener Tag. Sowohl organisatorisch bei der Turnierleitung oder beim Drumherum mit Aufbau und Buffet hat es keine Probleme gegeben. Dazu kamen die guten Leistungen der eigenen Spieler, die von Gertraud Heigl perfekt gecoacht wurden. Trotzdem versucht der Steirische Tischtennisverband, solche Notlösungen mit zwei Beginnzeiten in der Zukunft zu vermeiden und arbeitet intensiv mit den Hallenbetreibern und Vereinen in Fürstenfeld, Voitsberg, Weiz, Deutschlandsberg, St. Stefan oder Frohnleiten zusammen, um tragfähige Lösungen für unsere aufstrebende Jugend zu erwirken.