Im Zuge der Weihnachtsfeier wurde das 50-Jahr-Jubiläum des TTC Feldkirchen begangen. Gründungsmitglied Manfred Klinger und Obmann Raimund Heigl blickten zurück auf die Anfänge des Vereins im Jahr 1975, bis zum Aufstieg zu einem der größten und erfolgreichsten Vereine der Steiermark. 

Zum ersten Mal wurde die Weihnachtsfeier des TTC Feldkirchen heuer in der eigenen Sporthalle abgehalten. Zeremonienmeister Peter Plochel und Silvia Frühwirth verwandelten sie in kurzer Zeit in einen prächtigen Festsaal. Fast 70 aktuelle und ehemalige Spielerinnen und Spieler sowie einige Eltern der Nachwuchsspieler waren gekommen, um gemeinsam einen stimmungsvollen Abend zu verbringen. Obmann Raimund Heigl hat die Archive durchforstet und präsentierte in einer Präsentation eine Revue mit Schmankerln aus allen Jahrzehnten. Natürlich war vor allem die Anfangszeit Thema. Gründungsmitglied Manfred Klinger, damals 15, blickte zurück auf die ersten Jahre, als im Heim der Kinderfreunde in Wagnitz mit Tischtennis in Feldkirchen begonnen wurde. Ein Jahr später übersiedelte man dann in den Bunker unter dem Turnsaal der Volksschule. Manfred erzählte auch lustige Anekdoten über die ersten Turniere oder Freundschaftsspiele. Im Sommer 1975 wurde dann die Sektion Tischtennis des ASKÖ Feldkirchen gegründet und man nahm erstmals an den Meisterschaften teil. In der Saison 1967/77 gab es in der Jugend Süd und der Klasse Kreis Mitte B mit zweiten Plätzen die ersten Urkunden des steirischen Verbandes. In den 80er-Jahren verbesserten sich die Spieler zusehends, mit Robert Temmer, Reinhold Utri, Christian Vretscha, Gerald Trost kamen auch junge Spieler dazu, die dann Ende der 80er-Jahre erstmals den Sprung in die Unterliga (damals noch die zweithöchste steirische Spielklasse) schafften. In den 90er-Jahren pendelte die erste Mannschaft des Vereins zwischen Gebietsliga und Unterliga.

Im Jahr 2001 verlor dann der ASV Puch Graz seine Heimstätte in der Puchstraße und da bereits über die vergangenen zehn Jahre eine Freundschaft zu den Feldkirchnern bestand, einigte man sich rasch auf eine Spielgemeinschaft. Was anfangs von einigen noch skeptisch beäugt wurde, entpuppte sich im Laufe der Zeit immer mehr zur Erfolgsgeschichte. Das Know-how der „Puchianer“, die ja in der Staatsliga und Landesliga gespielt haben, kam jetzt Feldkirchen zu Gute. Das regelmäßige Jugendtraining ab dem Jahr 2004 sorgte dann für eigenen Nachschub für die Topteams. Gleich die erste Nachwuchs-Generation, angeführt von Tobias Scherer, Lukas Lendl und Julian Stefanetti hob den Verein auf ein neues Niveau. Serienweise steirische Meistertitel und durch Tobias auch vier österreichische Meistertitel wären in den zwei Jahrzehnten davor noch in die Kategorie „utopisch“ eingestuft worden, doch sie wurden Realität. Mit dem Amtsantritt von Obmann Harald Pracher und dem Bau der neuen Feldkirchner Sporthalle (Fertigstellung 2009) wurden dann die Weichen in eine neue Ära gestellt. Im Jahr 2015 war es so weit, der TTC Feldkirchen stieg erstmals in die 2. Bundesliga auf. „Gekommen um zu bleiben“, heißt seither das Motto, denn aktuell befinden wir uns in der 11. Bundesligasaison.

Ein Blick auf einige Meilensteine in der 50-jährigen Vereinsgeschichte.

Mit einem Tischtennisquiz des seit zwei Jahrzehnten in Polen lebenden Reinhold Utri, lustigen Spielen am Wuzzler und am Mini-Tischtennistisch sowie einigen Dart-Duellen wurde der Abend spielerisch fortgesetzt. Die verschiedenen Gruppen von den Kindern über die Hobbyspieler bis zu den fast 40 Meisterschaftsspielern fanden in den Gesprächen noch näher zueinander. „Wir können stolz sein, was uns als Gemeinschaft in den vergangenen 50 Jahren gelungen ist. Mit mehr als 80 Spielerinnen und Spielern von 8 bis 87 Jahren und neun Meisterschaftsmannschaften sind wir sowohl in der Breite als auch in der Qualität perfekt aufgestellt. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, diese Qualität zu halten und am Trainer- und Funktionärssektor den Generationenwechsel einzuläuten“, bilanziert Obmann Raimund Heigl, der auch noch einen Dank an die Gemeinde für die perfekten Rahmenbedingungen nachhängt. „Wir haben heuer Besuche aus Bayern und Italien in der Halle gehabt und ihnen über unsere Trainingsmöglichkeiten berichtet. Sie haben von einem Paradies für einen Verein gesprochen. Dass wir das geboten bekommen, ist nicht selbstverständlich und darüber sind wir natürlich enorm dankbar.“