Die Herbstbilanz unserer acht Teams in der steirischen Mannschaftsmeisterschaft fällt sehr positiv aus. Im Verhältnis zur vorigen Saison gab es fast durchwegs Steigerungen, einige Spieler weisen die beste RC-Punkteanzahl ihrer Karriere auf. Highlight war der Herbstmeistertitel in der Oberliga durch FKI3 mit Helmut Schwarz, Heimo Zenz und Thomas Novak.
FKI2, Landesliga (7.): Unsere Zweier-Mannschaft hatte anfangs mit ziemlichen Schulterproblemen zu kämpfen. Thomas Tripolt spielte nach einem Fahrradsturz mit einer Platte und mehreren Schrauben in seiner rechten Schulter, was bei einem Linkshänder eigentlich nicht so tragisch wäre, doch der Schmerz strahlte auch in die andere Seite aus und er musste in einer Partie (gegen Fürstenfeld) sogar aufgeben. Auch Kevin Wolf mühte sich mit Physiotherapie durch das Halbjahr, erst gegen Ende wurde es besser. Umso schöner war dann sein Sieg über Jungstar Mariia Lytvyn, im Vorjahr Ranglistenerste der Herren-Landesliga, in der letzten Runde. Richtig gut gemacht hat es unser jugendlicher Neuzugang Valentin Huber, der unter den Top Ten der Einzelrangliste landete. Am Ende wurde es der siebente Platz, aber nur vier Punkte hinter dem Zweiten – da ist im Frühjahr definitiv noch ein Sprung nach vorne möglich.
FKI3, Oberliga (1.): Es ist schon erstaunlich, zu welchen Leistungen ältere Spieler noch fähig sind. Helmut Schwarz hat seine Karriere bereits in den 1960er-Jahren begonnen, doch an ein Ende denkt er noch nicht. Warum auch, denn obwohl er bereits 65 (eigene) Geburtstagsfeiern hinter sich hat, führt er die Einzelrangliste der zweithöchsten steirischen Liga an. Gemeinsam mit seinem abermals bärenstarken Langzeit-Kompagnon Heimo Zenz (Dritter) und dem Oberliga-Rookie Thomas Novak, der zahlreiche Siege beisteuern konnte, wurde der Herbstmeistertitel fixiert! In der letzten Woche mussten es dann die Ersatzspieler richten, denn Heimo hatte einen Landesligaeinsatz absolviert und musste ersetzt werden und just im letzten Training vor dem Match in Obdach verletzte sich Tomi am Rücken. Doch die Edeljoker Gertraud Heigl (2:1) und Herbert Sidak (1:1) absolvierten ihre Aufgabe mit Bravour und auch die Partie gegen Don Bosco konnte dank eines Sieges von Robert Temmer gewonnen werden (sie wurde nachträglich wegen eines unerlaubten Spielereinsatzes mit 7:0 für Feldkirchen gewertet).
FKI4, Oberliga (7.): Auch das zweite Oberligateam wurde an einer Position verändert, Neuzugang Stefan Deutschmann ersetzte Obmann Raimund Heigl. Allerdings nicht immer, denn zum Saisonstart musste der Ex-Kapitän zwei Mal ran, beim fulminanten 6:2-Sieg bei Aufsteiger Trofaiach zu Zweit mit Kapitän-Nachfolger Lukas Lendl klappte das hervorragend. Als dann auch noch die Partien gegen Ligist und das Derby gegen FKI3, den späteren Herbstmeister, sensationell gewonnen werden konnten, war der herausragende Saisonstart perfekt. Leider ging es nicht ganz so euphorisch weiter, dennoch ist Rang sieben mit fünf Siegen ein sehr gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass man die Vorsaison in nahezu identischer Besetzung nur auf Rang elf beendet hatte. Pauli und Lukas hatten die Vorsaison auf den Rängen 24 und 26 beendet, aktuell sind sie 10. bzw. sogar 7. – das sind unglaubliche Steigerungen.
FKI5, Unterliga (6.): Noch ein bisschen besser lief es in der Unterliga, was vor allem auf die hervorragende Form von Thomas Strommer zurückzuführen ist. Im Vorjahr beendete er die Saison als 14. der Einzelrangliste, aktuell liegt er mit 22 Siegen und nur 6 Niederlagen auf Rang vier! Raimund Heigl (13:4) sowie Gertraud Heigl und Jakob Remling steuerten die weiteren Siege zu einem starken sechsten Platz bei.
FKI6, Gebietsliga Südwest (noch offen): Die Südwestler sind bekanntermaßen die Fleißigsten, wie schon im Vorjahr handelt es sich um eine 14er-Liga, sie haben also 13 Runden pro Halbjahr und werden die Herbstmeisterschaft demnach erst im Jänner beenden. Unser Team hat grandios gestartet, allen voran Kapitän Jonas Grafeneder, der in den ersten sechs Partien ohne Niederlage blieb und die Einzelrangliste sogar anführte. Aktuell liegt unser Team nach Verlustpunkten auf dem geteilten dritten Rang. Jonas ist Siebenter, auch Toni Störi und Christoph Zirngast weisen positive Spielverhältnisse auf.
FKI7, Gebietsliga Graz (4.): Auf Bitte des TTSV Münzgraben haben wir eine unserer beiden Gebietsliga-Mannschaften aus dem Südwesten nach Graz transferiert, damit Münzgraben nicht vier Teams in einer Liga hat. In dieser Mannschaft hat Sebastian Nowak lange die weiße Weste behalten, am Ende steht er bei 14:4. Auch Kapitän Thomas Kunz kann mit 12:8 sehr zufrieden sein und die erst 13-jährige Lara-Sophie Hermann spielt in ihrer ersten Gebietsligasaison groß auf und schaffte zehn Siege bei 14 Niederlagen. „Wenn sich Lara so weitersteigert, dann wird sie im Frühjahr sicher bereits mehr gewinnen als verlieren und damit das gesamte Team noch weiter nach vorne bringen“, sagt Trainer und Obmann Raimund Heigl. Wenn man bedenkt, dass Julia Pfeifenberger als punktebeste Spielerin des Teams verletzungsbedingt die ganze Hinrunde ausgefallen ist, ist der vierte Platz aller Ehren wert.
FKI8, 1. Klasse Graz (9.): Auf den ersten Blick wirkt dieser neunte Platz wahrscheinlich nicht wie ein Highlight, doch hier gilt es die eingesetzten Spieler näher zu betrachten. Lukas Pucher (16), Tobias Meitz (17) und Paul Goldgruber (12) verfügen noch nicht über so viel Erfahrung, dass sie im Abstiegskampf in dieser starken Liga gegen Spieler, die schon 10, 20, 30 oder noch mehr Jahre Meisterschaft spielen, bestehen müssten. Und auch Routinier Thomas Tropper hat schon besser gespielt. Der Start war miserabel: Nach vier Runden lag unser Team punktelos am Tabellenende. Doch was danach folgte, war eine Auferstehung wie „Phönix aus der Asche“. Von der Runde 5 bis zur Runde 11 ist unser Team Zweiter der Wertung, nur Titelfavorit Holding Graz hat in dieser Zeit mehr Punkte gemacht. Lukas Pucher machte aus einem 2:5 nach vier Runden kurzerhand ein 16:7 und schob sich damit von Rang 32 auf Rang 8 nach vorne! Tobias Meitz schaffte sieben wichtige Siege und der Jungstar Pauli schaffte in der letzten Runde einen außergewöhnlichen Sieg: Mit selbst nur 550 RC-Punkten gewann er gegen einen Gegner mit 978 Punkten – eine Leistung, die unter normalen Umständen eigentlich nicht möglich ist. Doch der 12-Jährige wird in den nächsten Monaten sicher selbst zu dieser Punktezahl aufrücken, sein Gegner hatte nur einfach das Pech, dass er gerade jetzt gegen ihn spielen musste. In fünf Monaten wäre die Niederlage ganz normal. Und hätte Thomas Tropper nicht so viel Pech in seinen Entscheidungssätzen gehabt (Bilanz im 5. Satz 2:7!), dann wäre das Team noch weiter vorne gelandet.
FKI9, 1. Klasse Südwest (9.): Auch in unserer untersten Mannschaft steht die Entwicklung zweier Spieler im Mittelpunkt: Florian Gogg nach zwei schweren Verletzungen und Roland Weber, der nach zehn Jahren Pause vor genau einem Jahr wieder angefangen hat und mit enormer Motivation den Sprung ins das Vereinstischtennis schaffen will. Die Routiniers Christian Ast (8. der Einzelrangliste), Robert Kerschbaum, Franz Graßl und Kapitän Attilio Mosettig sorgen derweil für die nötigen Siege. Da man in der 1. Klasse Südwest nicht absteigen kann, macht so ein Team für die Entwicklung der Spieler Sinn und in den nächsten Jahren werden sie sicher in die höheren Mannschaften aufrücken können.




